Lerne Taiwans idyllische Strände kennen

Taiwan ist kein typisches Strandurlaubsland? Ja, das mag stimmen, aber nicht weil es hier keine schönen Strände gibt, sondern eher weil diese von den meisten Touristen bisher noch nicht entdeckt wurden. Denn tatsächlich gibt es auf Taiwan eine unglaubliche Vielfalt an Stränden, von feinen weißen Sandstränden über vulkanische schwarze Strandabschnitte bis hin zu Muschelstränden ist hier alles zu finden.

 

Taiwans Badeort Kenting

Das bekannteste Strandparadies der Insel heißt Kenting und ist unter anderem DIE Anlaufstelle für Surfer und Taucher. Taiwans Süden bietet mit seinem tropischen Klima und schönen, ruhigen Stränden den idealen Kontrast zu den geschäftigen Großstädten. Entlang des mehrere Kilometer verlaufenden Strandabschnitts reihen sich Hotels, Bars und Restaurants auf und jeden Abend werden hier die Nachtmarkt-Stände mit allen möglichen Köstlichkeiten aufgebaut.

Mein persönlicher Favorit: Im Teigmantel frittierte Oreos, Snickers und andere Schokoriegel – sehr leckere Kalorienbomben.

Ein etwas abseits gelegener Strand, den es sich auf jeden Fall zu besuchen lohnt ist Baisha, ein schöner weißer Sandstrand in einer ruhigen Bucht Kentings. Hier wurde die Schlussszene des oscarpremierten Films „Life of Pi“ vom auf Taiwan geborenen Regisseur Ang Lee gedreht, weshalb man auch von einer Holznachbildung eines Tigers in einem Boot begrüßt wird. Am besten lässt sich Kenting auf einem gemieteten Roller erkunden. So kann man auch die entlegensten Winkel des kleinen Küstenstreifens blitzschnell erreichen. Einige höher gelegene Straßenabschnitte sind auch ideal geeignet um einfach mal am Seitenstreifen anzuhalten und einen tollen Sonnenuntergang zu beobachten. Außerdem kann man so auch sehr bequem zum Kenting Nationalpark hinauffahren und dort den dschungelartigen Wald mit einigen schönen begehbaren Höhlen und neugierigen freilebenden Makaken bewundern.

Zwischen Wellen und Geistern

Das Beste ist aber, dass die Strände meistens schön leer sind. Taiwaner gehen nämlich nicht gerne im Meer schwimmen, was zum einen daran liegt, dass viele Taiwaner das Schwimmen nie gelernt haben und zum anderen an dem Aberglaube, dass sich Geister gerne in Gewässern aufhalten, und wer will beim Baden schon von grusligen Geistern gestört werden? Außerdem wollen die Inselbewohner, im Gegensatz zum typischen sonnenanbetenden Europäer, keine hässliche Bräune riskieren – weshalb man auch überall Leute mit Sonnenschirmen rumlaufen sieht und Sonnencreme nur ab Lichtschutzfaktor 32 aufwärts mit Hautaufheller zu kaufen findet. Viele gehen sich sogar in T-Shirt und Hose im Meer abkühlen. Ja, helle Haut ist, wie in den meisten asiatischen Ländern, sehr beliebt.

Tipp: Eigene Sonnencreme aus Deutschland mitnehmen! Nicht nur wegen dem hautaufhellenden Effekt der lokalen Produkte, sondern auch weil Kosmetikartikel auf Taiwan grundsätzlich recht teuer sein können.

Die Inseln der Insel

Aber nicht nur im Süden der Insel kann man schöne Strände finden. Im Norden lädt Danshui zum plantschen und tauchen ein und bei Surfern ist Honeymoon Bay (Dashi) im Nordosten des Landes sehr beliebt. Auch sollte man die umliegenden Inseln auf keinen Fall vergessen. Jibei auf den Penghu Inseln zum Beispiel. Und natürlich auch die Strände von Lyudao (Grüne Insel) und Lanyu (Orchideen-Insel).

Taiwan hat mit die schönsten und vielfältigsten Strände Asiens zu bieten, obwohl, oder vielleicht sogar gerade weil, das Land kein typisches Strand- und Badeurlaubsziel ist.

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